Hauhechwurzel
Die Wurzel des Hauhechel (Ononis spinosa L.) ist in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch und ist in Höhenlagen bis zu 1500m zu finden. Diese Pflanze lebt in einer Sybiose mit Pilzen und Bakterien und findet seit der Antike Erwähnung in alten Pflanzenkunden und wurde im 16.Jahrhundert von den Vätern der Botanik in Ihre Schriften aufgenommen.
Grüner Tee
Tee (Camellia sinensis) wird traditionell strauchartig kultiviert. In vielen Ländern wird Tee zur Erhaltung des allgemeinen Wohlbefindens getrunken. Die sonnenreiche Zeit in den Anbaugebieten führt zur Anreicherung der wertvollen Inhaltsstoffe in den immergrünen Tee-Blättern. So ist Grüner Tee insbesondere reich an Catechinen und Chlorophyll, aber auch an Aminosäuren, organische Säuren und Vitaminen.
Grünhafer
Grünhafer wird aus dem noch unreifen, saftig-grünen Haferkraut (Avena spp.) gewonnen, das vor der vollständigen Blüte geerntet wird. In diesem frühen Stadium ist die Pflanze besonders reich an natürlichen Pflanzenstoffen und wird traditionell als mildes, basisches Kräuterkraut geschätzt. Botanisch gehört Hafer zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Als einjähriges Kulturgras hat er seinen Ursprung im Vorderen Orient und wurde – ähnlich wie andere Getreidearten – früh domestiziert. Für Grünhafertee wird bewusst nicht das Korn, sondern das grüne Kraut verwendet, wodurch sich sein sanft-pflanzlicher Geschmack und sein eigenständiges Profil deutlich von klassischem Hafer unterscheiden.
Löwenzahn
Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist ein wahrlich ausdauerndes Kraut, überall findet man ihn, in Steinritzen, auf Wiesen und im Wald. Er kann bis zu 10cm gross werden und hat in allen Pflanzenteilen den typischen weißen Saft. Auf der gesammten Nordhalbkugel beheimatet steigt er auf bis zu 2800 m über dem Meeresspiegel. Während der Löwenzahn bereits im Persien des 11. Jahrhunderts Erwähnung fand, wurde er erst im 16.Jahrhundert in den europäischen Kräuterlehren genannt.
Lorbeerblätter
Lorbeerblätter stammen vom immergrünen Lorbeerbaum (Laurus nobilis) und verleihen Suppen und anderen langsam gegarten Gerichten eine feine, aromatische Bitterkeit. Über die Küche hinaus besitzen sie eine reiche kulturelle Geschichte. Im antiken Griechenland und Rom galt der Lorbeerbaum als dem Gott Apollon geweiht, und seine Blätter wurden zu Kränzen geflochten, um angesehene Persönlichkeiten wie Dichter, Athleten und Kaiser zu ehren. Der Begriff "Laureat", wie in "Poet Laureate", geht auf diese Tradition zurück.
Erdrauchkraut
Erdrauch (Fumaria officinalis) hat eine lange Geschichte in der europäischen und mediterranen Kultur, die bis ins antike Griechenland und Rom zurückreicht. Sein lateinischer Name, fumus terrae, was "Rauch der Erde" bedeutet, bezieht sich vermutlich entweder auf sein zartes, wolkenartiges Erscheinungsbild aus der Ferne oder auf den rauchähnlichen Duft mancher Arten. Während des Mittelalters und der Renaissance wurde Erdrauch in der Kräuterkunde und im Volksglauben häufig erwähnt und oft mit Ritualen der Reinigung und der saisonalen Erneuerung in Verbindung gebracht.
Pappelknospen
Pappelknospen (Populi gemmae) werden seit der Antike in der Pflanzenheilkunde verwendet, unter anderem bei den Ägyptern, Griechen und Römern. Reich an aromatischen Harzen und natürlichen Salicylaten, wurden die Knospen häufig in traditionellen Heilsalben verarbeitet. Ihr angenehmer Duft mit balsamischen, honig- und vanilleartigen Noten machte sie zudem zu einer geschätzten Zutat in der frühen Parfümherstellung.
Ringelblumenblätter
Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) und ist vor allem in Europa stark verbreitet. Mit ihren gelben und orangen Blüten ist sie besonders auffällig und in vielen Gärten zu finden. Verwendet werden vorwiegend die Blütenblätter, die getrocknet traditionell als Tee angewendet oder in Form eines Auszugs zur äußerlichen Anwendung verwendet werden.
Kamille
Die Kamille (Matricaria chamomilla L.) ist eines der bekanntesten heimischen Pflanzen und seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Kräuterkunde. Bis auf den Afrikanischen Kontinent hat sich die Kamille mit dem Menschen die gesamte Erde erobert. Kamillenblüten zeigen eine wertvolle Kombination verschiedener Pflanzenstoffe, welche vielerlei Anwendung finden.
Rose petals
Rosen gehören zu den ältesten Blumen der Welt; fossile Funde deuten darauf hin, dass es sie bereits seit über 35 Millionen Jahren gibt. Die frühesten kultivierten Sorten stammen vermutlich aus China (vor etwa 5.000 Jahren) und verbreiteten sich später durch Handel und Eroberungen in den Rest der Welt. Seit Jahrtausenden werden Rosenblütenblätter als Heilmittel und Duftstoff sowie in Ritualen und bei Feierlichkeiten verwendet.