Diese Kyusu wird von einem traditionellen, kleinen Handwerks-Studio (jap.: kamamoto) in Tokoname gefertigt. Alle Arbeitsschritte werden ausschließlich von Hand durchgeführt. In dieser großen Traditionsregion für Keramik existieren heute nur noch weniger als 40 Studios.
Neu
Kyusu Tokoname
Hiraami
Studio Kasen
Kyusu Teekanne vom Studio Kasen, handgefertigt in Tokoname, Japan. Perfekt für alle Arten von Grüntee. Klassisches Design mit tiefschwarzem Chara-Überzug.
Produkt | Seitengriffkanne, schwarz |
Herkunft | Tokoname, Aichi, Japan |
Tradition | Tokoname Yaki |
Volumen | 360 ml |
Maße | 6 x 16,5 cm (H x B) |
Gewicht | 260 g |
Material | Keramik |
Glasur | Chara-Überzug, innen unglasiert |
Sieb | Edelstahlsieb |
Verpackung | Kartonbox |
Da jedes Stück handgefertigt und ein Unikat ist, können die angegebenen Maße geringfügig abweichen. Weitere Hinweise zum Fassungsvermögen finden Sie in den Produktdetails.
43,00 €
1 St.
Studio
Kyūsu 急須
Die traditionelle japanische Teekanne, die Kyūsu, ist gewöhnlich aus Keramik gefertigt und verfügt über einen seitlichen Henkel, der im 90°-Winkel zur Tülle angebracht ist, um das Ausgießen zu erleichtern - mitunter befindet sich der Henkel aber auch über der Kanne oder auf der Rückseite. Kyūsu sind perfekt für die Zubereitung von grünem Tee und sind tendenziell eher klein gearbeitet, um die Ziehzeit des Tees besser unter Kontrolle halten zu können. Die Größe, Form und Art des Tons, aus dem die Kyūsu hergestellt ist, ist am Ende entscheidend dafür, welche Art von Tee am besten darin zubereitet werden kann. Es gibt viele verschiedene regionale Stilrichtungen von Kyūsus sowie ausgewiesene Meisterstücke, die unter Sammlern sehr geschätzt sind.
Tokoname Yaki
Tokoname-Yaki 常滑焼
In der Stadt Tokoname, Präfektur Aichi, wird bereits seit dem 12. Jahrhundert Töpferware hergestellt, die zudem auch seit 1976 als "Traditionshandwerk Japans" offiziell geschützt ist. Tokoname war der Standort des größten und ältesten der legendären Sechs Alten Brennöfen Japans (Rokkoyō 六古窯) und ist berühmt für seinen eisenhaltigen Shudei-Ton, der sich nach dem Brennen rot färbt. Beim zweiten Brennen im Reduktionsofen färbt sich der rote Shudei schwarz - die andere charakteristische Farbe der Tokoname-Yaki. Traditionelle Tokoname-Kyusu-Teekannen sind auf der Innenseite unglasiert, so dass die Tannine im Tee mit dem Eisen im Tonkörper reagieren können. Dies kann sich mildernd auf die Adstringenz des Tees auswirken und dabei die Süße des grünen Tees betonen. Ein weiteres Hauptmerkmal dieser Kyusus sind die perfekt passenden Deckel, die nach dem Brennen in einer als Suriawase bekannten Technik in den Tonkörper eingeschliffen werden.
Herstellung
Herstellung
Ikomi 鋳込み
Ein Verfahren zum Formen von Töpferwaren, bei dem Gipsformen anstelle einer Töpferscheibe verwendet werden. Der flüssige Schlicker – eine Mischung aus Ton und Wasser – verfestigt sich, während die Gipsform die Feuchtigkeit aus dem Ton aufnimmt.
Chara チャラ
Chara ist eine Flüssigglasur aus der Töpfertadt Tokoname, welche zwischen Engobe und klassischer Glasur angesiedelt ist. Hergestellt aus extrem feinem Ton, welcher nach dem Brand zunächst eine matte Oberfläche aufweist, allerdings bei fortlaufendem Gebrauch an mehr und mehr Glanz gewinnt, schützt sie zudem die Oberfläche vor kleineren Kratzern. Chara kann in unzähligen verschiedenen Farbtönen produziert werden und kann so die Farbe der gebrannten Keramik modifizieren.
Suriawase すり合わせ
Körper und Deckel der Teekanne werden aneinander gerieben bis die Teile perfekt aufeinander passen.
Charakter
Charakter
Diese traditionelle Kyusu wird von einem kleinen, spezialisierten Studio im berühmten Tokoname von Hand aus Naturton gefertigt. Die große handwerkliche Tradition und die äußerst sorgfältige Fertigungsweise machen diese Kyusu zum idealen Einsteiger- und Alltagsmodell für Genießer hochwertiger japanischer Grüntees.
Tokoname ist eines der sechs alten Keramikzentren Japans. Hier wird seit dem 12. Jahrhundert hochwertige Irdenware hergestellt. Die dort noch vorhandenen, besonders eisenhaltigen Tonvorkommen sind für den charakteristischen roten Scherben verantwortlich, der zusammen mit dem Oxidationsbrand so eintscheidend für die Optimierung des Teegeschmacks ist. Ein spezielles Merkmal der Fertigung von Kyusu aus Tokoname sind die von Hand eingeschliffenen, und entsprechend passgenauen Deckel.
Besonderes
- handgefertigt in Original-Tokoname Studio
- von Hand eingeschliffener Deckel
- roter, eisenhaltiger Naturton
- Reduktionsbrand, daher geeignet alle japanischen Sorten aller Ernten
Passend für
Passend für
Besonders empfohlen für folgende japanische Grüntees:
Geeignet für alle japanischen Sorten aller Ernten
Irdenware aus Reduktionsbrand verhilft dem Grüntee zu einem größeren und ausgewogenerem Körper und bringt somit insgesamt die Aromastoffe und den allgemeinen Geschmack besser zu Geltung. Zugleich werden Spitzen und individuelle Charakteristika aber etwas geglättet. Diese Kyusus können als Allrounder für alle Grünteesorten bezeichnet werden.
Es empfiehlt sich, auf Dauer möglichst nur die oben empfohlenen ähnlichen Teetypen in der selben Kyusu zu verwenden. Die innen unglasierte Kyusu entwickelt im Zusammenspiel mit dem jeweiligen Tee eine Patina, die den Geschmack über die Zeit verbessert und intensiviert. Auch aus diesem Grund sollte möglichst kein kalkhaltiges Leitungs- oder Flaschenwasser, sondern ein weiches, kalkarmes Wasser (ähnlich einem natürlichen Bergquellwasser) eingesetzt werden.
Anwendung
Anwendung
Zur Pflege hochwertiger japanischer Keramik sollte grundsätzlich bei allen Zubereitungs- und Reinigungsschritten kalkarmes, weiches Wasser verwendet werden.
Eine Kyusu sollte vor der eigentlichen Teezubereitung zunächst mit warmem Wasser angewärmt werden, damit der Ton besser mit den Teeblättern reagieren kann. Erst dann werden die Teenadeln mit einem Holzlöffel hineingegeben. Je nach Geschmack, Sorte und Qualität empfehlen sich 1-3 gehäufte Teelöffel pro Person. Fortgeschrittene und Kenner machen den Tee meist deutlich stärker, als Anfänger, die den intensiven Geschmack und die Bitterstoffe weniger gewohnt sind.
Das Wasser nun vorsichtig und langsam über die Blätter gießen, im Idealfall aus einem Yuzamashi (Gefäß zur Abkühlung des Wassers nach dem Kochen) aus gleichem oder ähnlichem Ton und Brand. Für beste Ergebnisse sollte das Wasser nur bis zum oberen Drittel des Siebes gefüllt werden. Während der Ziehzeit bitte den Deckel schließen.
Zum Ausgiessen die Kyusu mit einer Hand so halten, dass der Daumen auf dem Knauf ruht. Darauf achten, dass die kleine Öffnung am Deckel auf gleicher Höhe mit der Tülle liegt. Dann den Tee langsam in mehreren Zügen in die Tasse ausgießen und frisch trinken. Falls mehrere Tassen befüllt werden, sollten diese in kleinen Schritten reihum eingegossen werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis für alle Tassen zu erzielen. Am Ende des Ausgiessens die Kyusu mit beiden Händen vorsichtig, aber mit Nachdruck wiederholt ruckartig nach unten schwenken, um auch die letzten, besonders gehaltvollen Tropfen aus dem Tee zu gewinnen.
Anschließend die Kyusu geschlossen für den nächsten Aufguss stehen lassen. Nach dem letzten Aufguss den Tee vollständig aus der Kyusu entfernen und diese nur mit Wasser kräftig ausspülen. Innen nicht kratzen oder anderweitig reinigen. Schließlich die Kanne innen und außen mit kalkarmem, weichem Wasser nachreinigen, damit keine nachteiligen Kalkablagerungen entstehen. Außen mit einem sauberen Tuch kurz abreiben. Danach die Kyusu offen vollständig trocknen lassen.
Pflege und Reinigung
Pflege und Reinigung
Wie bei allen unglasierten Keramiken sollte die Reinigung ausschließlich mit warmem Wasser und einem weichen Tuch erfolgen. Bitte keine Reinigungsmittel verwenden und nicht in die Spülmaschine geben. Nach dem Spülen die Außenseite mit einem Handtuch vorsichtig trocken tupfen oder an der Luft trocknen lassen. Sollten sich Teeblätter im Filter verfangen, können diese mit einer weichen Bürste, zum Beispiel einer Zahnbürste, schonend entfernt werden.
Produktdetails
Produktdetails
Das auf unseren Produktseiten angegebene Fassungsvermögen der Teekannen entspricht der maximalen Kapazität der Kyūsu, gemessen mit klarem Wasser bis zum Rand – ohne Berücksichtigung von Teeblättern. Bei japanischen Kyūsu beträgt die funktionale Brühkapazität bis zu 75% des gesamten Fassungsvermögens. Aufgrund der natürlichen Eigenschaften von Ton sowie des unvorhersehbaren Brennprozesses ist jedes Stück einzigartig, sodass es zu leichten Abweichungen im Volumen kommen kann. Wir bemühen uns daher, die Kapazität mit einer Fehlertoleranz von maximal +/-50ml anzugeben.







































































































































